Der Baustoff Holz

Der Evergreen unter den Baumaterialien - seit Jahrtausenden bewährt!
Zugegeben, an die Höhe des Burj Khalifa reicht das Mjøstårnet im norwegischen Brumunddal nicht heran. Dennoch ist das im März 2019 fertiggestellte, 85,4 Meter hohe Gebäude eine Sensation. Das Mjøstårnet ist aktuell das höchste Holzhochhaus der Welt. Sie haben richtig gelesen, das Hochhaus besteht zum allergrößten Teil aus Holz!

Der Baustoff Holz liegt im Trend
Warum das so ist, lässt sich auf die vielen positiven Eigenschaften des Naturmaterials zurückführen:
Nachhaltigkeit beim Hausbau
Die Baubranche ist mit den von ihr benötigten Materialien zu 40 Prozent am globalen Verbrauch von Ressourcen beteiligt. Hölzer sind nachwachsende Rohstoffe, die im Ökosystem Wald entstehen. Die Produktion von hölzernen Baumaterialien und die Verwendung einheimischer Holzarten verbrauchen weniger Energie als die Herstellung anderer Baustoffe. Aus den Abfallprodukten Sägemehl, Häcksel und Spänen generieren Industrie und Privathaushalte Wärmeenergie. Das passiert in großen Feuerungsanlagen und im privaten Heizkeller in Form von Hackschnitzeln, Scheiten und Pellets. Darüber hinaus produzieren spezialisierte Unternehmen aus Holzabfällen Verbundwerkstoffe für diverse Einsatzbereiche.

Ökologischer Kreislauf und Klimaschutz
Der Naturstoff speichert CO2 und gibt, beispielsweise beim Verheizen nur so viel Kohlendioxid an die Umwelt ab, wie er zuvor während der Wachstumsphase gebunden hat. Der Rückbau, die Beseitigung und das Recycling von Holzelementen lassen sich umweltfreundlich und energiearm bewerkstelligen. Am Ende der Lebensdauer ergibt sich für Holzprodukte eine energetische Verwertungsoption.

Bauphysikalische Merkmale
Bei vergleichsweise geringem Eigengewicht ist das natürliche Baumaterial äußerst belastbar und besitzt darüber hinaus hervorragende Wärmedämmeigenschaften. Zwei Beispiele: Ein 6,5 Zentimeter starkes Nadelholz ist hinsichtlich der Dämmwirkung vergleichbar mit 40 Zentimeter Vollklinker. Im Verhältnis zum Gewicht sind Hölzer 14-mal belastbarer als Stahl.
Aus dem Werkstoff entstehen energieoptimierte Bauwerke mit guter Wärmedämmung, bei gleichzeitig geringer Dichte, hoher Stabilität und vorzüglicher Elastizität.

Natürliches, angenehmes Raumklima
Holzböden und Holzwände fühlen sich gut an und strahlen Wärme und Behaglichkeit aus. Steigt die Luftfeuchtigkeit über die Marke von 30 Prozent, nimmt das Material die Feuchtigkeit auf und gibt sie beim Absinken wieder an die Raumluft ab.
Wirtschaftlich und schnell bauen
Der Zimmermann bereitet die Holzelemente für den Hausbau witterungsunabhängig in seinem Betrieb vor und liefert sie einbaufertig an die Baustelle, wo die Bauleute umgehend loslegen können. Lange Trocknungszeiten, wie im Fall von Gebäuden aus Beton und Mauerwerk, entfallen und der Innenausbau kann zügig beginnen. Aufgrund des geringeren Gewichts sparen Bauherren mit einer Holzkonstruktion Kosten beim Fundament. Aufgrund der, dem Naturmaterial eigenen, vorzüglichen Wärmedämmungseigenschaft, reduzieren sich die Aufwendungen für Dämmstoffe.

Sicheres Bauen
Holzhäuser erfüllen die gesetzlichen Brandschutzbestimmungen und die Gebäudeversicherungen versichern diese Objekte zu den gleichen Preisen. Holzbauwerke trotzen Orkanen und Erdbeben. Im Brandfall geraten Holzkonstruktionen zwar oberflächlich in Brand, es bildet sich hingegen eine Verkohlungsschicht, welche das weitere Abbrennen verzögert. In zahlreichen Fällen erweist sich eine Holzbauweise bei Feuer stabiler als andere Gebäude aus sonstigen Baustoffen. Stahl beispielsweise schmilzt unter großer Hitzeeinwirkung und büßt seine Tragfähigkeit ein.
Das Sortiment von Kipp & Grünhoff hält verschiedenste Variationen des Baustoffs Holz bereit. Das Team von Kipp & Grünhoff berät sie gerne!