Regenwassernutzung

Wasser ist ein kostbares Gut - in Zeiten des Klimawandels mehr denn je. Ein Deutscher verbraucht im Durchschnitt jeden Tag 127 Liter Wasser. Mehr als die Hälfte des täglichen Wasserbedarfs werden für die Toilettenspülung, zum Wäschewaschen und zur Gartenbewässerung verwendet. Das Problem: In vielen Fällen wird dafür Trinkwasser verwendet. Warum also nicht Ressourcen und Kosten sparen und auf die Nutzung von Regenwasser zurückgreifen?

 

Regenwassernutzung: Kostengünstig & pflanzenfreundlich

Das Grundprinzip der Regenwassernutzung ist genauso alt wie einfach. Der Niederschlag wird durch ein Gefäß aufgefangen, bevor es in den Boden versickert. Das aufgefangene Wasser wird in einem Behältnis im Garten, im Keller oder unter der Erde gespeichert und kann an der benötigten Stelle eingesetzt werden. Das Regenwasser ist ideal geeignet zur Bewässerung von Garten- und Balkonpflanzen, Bäumen, Obst oder Gemüse. Außerdem kann es problemlos zur Befüllung von Gartenteichen verwendet werden oder für die Toilettenspülung. Auch zum Wäschewaschen kann auf aufgefangenes Regenwasser zurückgegriffen werden.

 

Regenwasser ist kalkärmer

Besonders für Gartenbesitzer ist die Nutzung von Regenwasser eine gute und kostengünstige Alternative zum Trinkwasser, um den Garten zu bewässern. Zudem ist Regenwasser beispielsweise weicher als Trinkwasser aufgrund des geringeren Kalkgehalts. Das ist besonders für Pflanzen von Vorteil, da Kalk die Nährstoffaufnahme der Pflanzen behindert. Zudem ist die Temperatur des Regenwassers in der Regel deutlich angenehmer für die Pflanzen, da Trinkwasser häufig zu kalt ist.

Auch zum Wäschewaschen kann Regenwasser genutzt werden. Das weichere Regenwasser kann sogar dafür sorgen, dass bis zu 20 % weniger Waschmittel verwendet werden muss, da es kalkärmer ist als Trinkwasser. Allerdings kann hier eine zusätzliche Aufbereitung notwendig sein. Bei Personen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko oder einem schlechten Immunsystem sollte auf das Waschen mit Regenwasser verzichtet werden.

 

Verschiedene Speicherarten für Regenwasser

Die Art der Regenwasserspeicherung hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Es gibt zwei grundlegende Konstruktionsarten der Regenwasseraufbereitung: oberirdische oder unterirdische Konstruktionen. In beiden Fällen wird das Wasser aufgefangen z. B. auf dem Dach und dann entweder in ein ober- oder unterirdisches Speicherungssystem abgeleitet. In der Regel reinigt ein Filter das Regenwasser von grobem Schmutz.

Aber Vorsicht: Nicht alle Dächer sind dafür geeignet Regenwasser abzuleiten. Bei Dächern aus Kupfer oder Zink ist dringend von einer Nutzung des Regenwassers abzuraten, da dort lösliche und unlösliche Metallverbindungen abgeschwemmt werden, die schädlich sind. Ebenso wenig sollte Wasser aufgefangen werden von Dächern mit Teerpappe mit Bitumenabdichtungen, denn dort werden Biozide freigesetzt.

 

Oberirdische Regenwassertanks

Die oberirdische Wasserspeicherung funktioniert recht simpel. Das Regenwasser wird vom Dach direkt in eine Regentonne geleitet, die im Garten platziert wurde. Die Tanks sind in den verschiedensten Größen erhältlich und frei nach Bedarf wählbar. Das Regenwasser kann direkt durch einen Wasserhahn am Tank genutzt werden. In den Wintermonaten können die oberirdischen Tanks jedoch tückisch sein. Häufig bestehen sie aus Plastik, was bei kalten Temperaturen und gefrierendem Wasser im Winter zu Problemen führen kann.

 

Unterirdische Zisternen

Als unterirdisches Regenwassertanks werden kleine oder große Zisternen eingesetzt. Kleinere Zisternen sind zu empfehlen, wenn der Hauptgrund der Regenwasserspeicherung die Bewässerung des Gartens ist. Größere Zisternen sind dann sinnvoll, wenn zusätzlich zur Gartenbewässerung auch Brauchwasser für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine zur Verfügung stehen soll. Das Wasser wird mit einer integrierten Pupe aus dem Tank nach oben gebracht. Der Vorteil dieser Regenwasserspeicherung ist, dass die Anwendungsbereiche sehr viel vielfältig sind. Der Nachteil ist, dass damit ein um Längen größerer Aufwand verbunden ist. So ist etwa für die Nutzung als Brauchwasser für Toilette und Waschmaschine eine deutlich anspruchsvollere Wasserfiltration notwendig. Darüber hinaus wird ein eigenes Leitungssystem gebraucht, da Regen- und Trinkwasser nicht vermischt werden dürfen. Diese Nachrüstung ist extrem teuer und lohnt sich daher meistens nur bei Neubauten.

 

Darauf sollten Sie bei der Regenwassernutzung achten!

Die Qualität des Regenwassers wird durch die Eigenschaften des Wassers selbst und die Speicherungstechnik bestimmt. Um Regenwasser bedenkenlos nutzen zu können, müssen einige Bedingungen erfüllt sein.

Es muss sichergestellt sein,...

  • ...dass das Regenwasser hygienisch und gesundheitlich unbedenklich ist.
  • ...dass keine Feststoffe, wie z. B. Sand, im Wasser enthalten sind, die die Anlage angreifen.
  • ...dass keine chemischen Stoffe enthalten sind, die die Anlage angreifen.
  • ...dass eine Verwechslung oder Vermischung von Regenwasser mit Trinkwasser ausgeschlossen ist.

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